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13.April: Demo im Wedding: Jugend gegen Faschismus! – Solidarität mit Afrin!

Internationalistische & antifaschistische Jugend-Demo:
Fr, 13.04.2018 | 18:00 Uhr | S/U-Bahnhof Wedding (Wedding)

Aufrufer*innen: Feministische Kampagne: Gemeinsam kämpfen!, Berlin Leftist Youth (BLY), North-East Antifascists [NEA], Radikale Linke Berlin & Antifaschistische Linke Jugend [ALJ]

Im kurdischen Kanton Afrin wie auch im Rest Rojavas, wurde in den letzten Jahren trotz des Krieges sowie unter andauernder Bedrohung durch Nationalisten und Islamisten eine basisdemokratische und emanzipatorische Gesellschaft aufgebaut.
Dieses Projekt wird von der türkischen Regierung von Anfang an als Bedrohung für ihren faschistoiden Kurs in der Region gesehen.
In Zeiten, in denen die Verteidigungseinheiten der YPJ/YPG große Erfolge gegen den IS zu verzeichnen hatten sowie viele Gebiete zurück gewannen, hat sich der faschistische Staat der Türkei dazu entschieden reaktionäre Strukturen hochzurüsten, damit diese die progessiven Enwicklungen in den kurdischen Gebieten bekämpfen. Höhepunkt dieser Entwicklung stellt nun der Angriffskrieg der Türkei gegen den Kanton Afrin dar, welcher ebenfalls einen Angriffskrieg auf die Idee einer befreiten Gesellschaft in den kurdischen Territorien ist.
Währenddessen werden in der Bundesrepublik Deutschland Mitglieder und Freund*innen der kurdischen Freiheitsbewegung kriminalisiert. KCK und PKK werden als angebliche Terroristen verfolgt, der Bestand des kurdischen Mezopotamien-Verlages beschlagnahmt und der NATO-Partner Türkei wird weiter mit deutschen Waffen ausgerüstet. Der deutsche Staat ergreift dadurch eine klare Partei in diesem Konflikt.
UN und NGOs schweigen sich aus und machen sich so zu stillen Mittätern. Es ist sowohl an den Leuten vor Ort als auch an Aktivist*innen auf der ganzen Welt, sich Invasion, Waffenexporten und Faschismus entgegenzustellen. Die internationale Solidarität mit Afrin spielt hier eine entscheidende Rolle. Nicht nur das Sammeln von Spenden für die dort Kämpfenden, sondern auch unser Protest auf der Straße zeigt den Menschen vor Ort und im kurdischen Teil der Türkei, in dem Proteste gewaltsam unterdrückt werden, dass die Berge nicht ihre einzigen Freunde sind.
Diese Proteste auf die Straße zu tragen ist auch gerade die Aufgabe der Jugend. Denn wir sind es, die, häufig ungehört, die Zukunft der gesellschaftlichen Entwicklung darstellen.

Darum rufen wir euch auf, gemeinsam und entschlossen am 13. April mit uns auf die Straßen zu gehen.
Kampf dem Faschismus – Afrin verteidigen!

10.4. Rojava verteidigen!

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Dienstag | 10. April 2018 | 19 Uhr | Bandito Rosso | Lottumstraße 10a

Rojava besteht aus den Kantonen Afrîn, Kobanê und Cizîrê und liegt im Norden des Staates Syrien. Dort wird seit Jahren eine demokratische Selbstverwaltung aufgebaut und die Frauen*befreiung vorangetrieben. Dieses fortschrittliche Projekt wird von allen Seiten angegriffen und bedroht. Das türkische Regime unter Erdogan will die autonome Selbstverwaltung von Rojava zerstören. Die BRD unterstützt die Türkei dabei mit Waffenlieferungen, politischer Rückendeckung und verstärkter Repression gegen die kurdische Bewegung in der BRD. Deutsche Leopard-2-Panzer und Gewehre von Heckler & Koch wurden beim türkischen Angriffskrieg gegen Afrin eingesetzt. Durch die Öffnung des Luftraumes hat Russland der Türkei den Einmarsch in Nordsyrien und die Durchführung der Luftangriffe ermöglicht. Die USA und Russland tolerieren die Kriegspolitik der Türkei. Auf Seiten der türkischen Nato-Armee kämpfen tausende radikale Jihadisten aus dem Umfeld von Al-Qaida sowie faschistische Graue Wölfe unter der Fahne der Freien Syrischen Armee (FSA). Wir haben den Journalisten und Historiker Nick Brauns eingeladen, um über die aktuelle Situation in Rojava, den Krieg der Türkei gegen die kurdische Freiheitsbewegung und die Rolle der imperialistischen Staaten zu sprechen.

Perspektive Tresen der Revolutionären Perspektive Berlin

_Ein international unterstützter Besatzungskrieg im 21. Jahrhundert

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Songül Karabulut, Mitarbeiterin des „Information Center of Afrin Resistance“, 02.04.2018

Der türkische Staat erklärte am 20. Januar 2018 offiziell den Beginn des Krieges gegen Afrin. Als Grund wurde aufgeführt, dass die Grenzsicherheit der Türkei durch die YGP/YPJ bedroht wäre. Sie untermauerte ihre Anschuldigung mit angeblich 700 Angriffen, die aus Afrin in die Türkei erfolgt sein sollen. Die BBC ging dieser Behauptung nach und untersuchte die genannten Fälle mit dem Ergebnis; dass 674 vorgegebene Angriffe überhaupt nicht existieren, also erlogen sind; dass lediglich 26 Vorfälle zu verzeichnen waren, von denen wiederum nur 15 aus Afrin kamen und die Urheber dieser, aber nicht klar zugeordnet werden können.1

So richtig geglaubt wurde diesem Vorwand der Türkei ohnehin nicht. Aber welches Ziel die Türkei mit diesem Krieg verfolgt, darüber gab es unterschiedliche Ansichten.

Wenn wir uns jetzt die vergangenen zwei Monate anschauen, können wir klar benennen um was für einen Krieg es sich hierbei handelt: der türkische Staat führt gegen Afrin einen Besatzungskrieg.

Bei Civaka Azad weiterlesen

Afrin unter Besatzung

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1. Schultag im türkisch besetzten Afrin

Türkei nimmt Maßnahmen zur demographischen Veränderung der Region vor. Vormarsch in Syrien geht weiter

Von Nick Brauns

»Schlag gegen die YPG. Die kurdische Region Afrin im Norden Syriens ist nun vollständig vom türkischen Militär besetzt worden«, feierte die Frankfurter Allgemeine Zeitung (FAZ) vor wenigen Tagen die Einnahme der letzten noch unter Kontrolle der kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG stehenden Dörfer durch den NATO-Verbündeten. Die Einwohner könnten »aufatmen«.

Weiterlesen unter junge Welt vom 29.3.18

29.3.: „Türkischer Kolonialismus in Kurdistan: Kommunen unter Zwangsverwaltung“

FINISSAGE der Ausstellung „Wasser als Waffe – Hasankeyf soll leben!“ in der Galgerie Olga Benario

am DONNERSTAG 29. MÄRZ 2018 19:30 Uhr

Der Abend steht unter dem Motto:

„Türkischer Kolonialismus in Kurdistan: Kommunen unter Zwangsverwaltung“

Gespräch zwischen Elke Dangeleit (Bezirksverordnete für Die LINKE in Friedrichshain-Kreuzberg) und dem im Berliner Exil lebenden Bürgermeister der ostanatolischen Stadt Varto Hüseyin Güneş (Übersetzung durch Vertreter von Civaka Azad).

Anschließend Livemusik mit kurdischen Künstlern

Die Galerie OLGA BENARIO findet Ihr in der Richardstraße 104 in 12043 Berlin-Neukölln.

Wachablösung in Sengal

Nach türkischen Kriegsdrohungen übergibt PKK Kontrolle über jesidische Region an Bagdad

Von Nick Brauns

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Denkmal am Fuße des Sengal für die bei der Befreiung und Verteidigung 2014 gefallenen Kämpfer der PKK und YBS. Am 10. April 2017 aufgenommen, zwei Wochen später wurde es durch türkische Bomben zerstört
Foto: Willi Effenberger

Die irakische Armee ist am Sonntag in den Westen der nordirakischen Region Sengal (Sindschar) eingerückt und hat die volle Kontrolle über die syrisch-irakische Grenze übernommen. Diese Siedlungsgebiete der religiösen Minderheit der Jesiden standen zuvor unter Kontrolle der Guerilla der Arbeiterpartei Kurdistans PKK, die am Freitag überraschend den Abzug ihrer Kämpfer angekündigt hatte. Die PKK ist seit dem Sommer 2014 in Sengal. Ihre Guerilla brachte damals gemeinsam mit den Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ Zehntausende Jesiden durch einen Fluchtkorridor vor Angriffen des »Islamischen Staates« (IS) aus Nordsyrien ins Landesinnere in Sicherheit. »Die Guerilla hat auf dem Sengal interveniert, um die jesidische Bevölkerung vor einem Genozid zu retten. Mit dem Erreichen des Ziels von Frieden und Sicherheit auf dem Sengal wird die Guerilla von dort abgezogen«, hatte die Union der Gemeinschaften Kurdistans KCK als Dachorganisation der PKK ihren Abzug erklärt. Die Jesiden könnten nun als organisierte Gesellschaft selbst für ihre Sicherheit und die Verteidigung von Sengal sorgen.
in junge Welt vom 27.3.2018 weiterlesen

Die Besatzung Afrins als Beginn der Teilung Syriens

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Journalist Ferda Çetin über die Konsequenzen der türkischen Besatzung in Afrin für Syrien, 21.03.2018

Das Szenario der Teilung Syriens in drei Teile wird Wirklichkeit. Mit der Besatzung des türkischen Staates in Afrin hat die Teilung de facto begonnen. Die Position der USA, Russlands, der EU und der UNO hinsichtlich der Angriffe der Türkei auf Afrin zeigt die unbegrenzte Unterstützung dieser für die Besatzung und weitere Massaker.

Ein Syrien ohne Widersprüche zwischen den Ethnien, Religionen und Konfessionen, ohne den Forderungen auf Öl und Boden oder mit den alten Grenzen kommt weder Russland, noch den USA gelegen. Denn für solch ein Syrien zu stehen würde eine Unterstützung des in Nordsyrien und Rojava umgesetzten demokratisch-autonomen Kantonsystems bedeuten. Die USA und Russland möchten mit einem dreigeteilten Syrien die Widersprüche und Spannungen zwischen den Völkern, Religionen und Konfessionen nicht beenden, sondern im Gegenteil weiter lebendig halten und so Abhängigkeit schaffen. Die selbstsichere und bequeme Position von Erdoğan und den türkischen Staatsvertretern rührt nicht aus dem Glauben an ihre eigene Stärke, sondern aus deren Miteinbeziehung in den Plan des „dreigeteilten Syriens“ durch die USA und Russland.
Auf Civaka Azad Seite weiterlesen

Auf zum weltweiten antiimperialistischen Efrîn-Aktionstag von ICOR und ILPS am 21. März

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Die Vorbereitungen für den weltweiten antiimperialistischen Efrîn-Aktionstag diese Woche laufen auf Hochtouren. Aus rund 50 deutschen Städten sind Aktivitäten bekannt. Er hat angesichts der Evakuierung der Stadt noch an Bedeutung gewonnen.

In Berlin: Mittwoch, den 21.3. um 16.30 Oranienplatz:
Kundgebung, Musikbeiträge und Demonstration

Liste der geplanten Aktionen

Hände weg von Efrîn! Türkei raus aus Rojava!

Alle Imperialisten raus aus Syrien!

Schluss mit den Waffenlieferungen und der militärischen Unterstützung der Bundesregierung an die Türkei!

Es lebe der proletarische Internationalismus!

Türkei lässt plündern

Milizen rauben Häuser im besetzten Afrin aus. Kurdische Kräfte erklären Guerillakrieg gegen Invasoren

Von Kevin Hoffmann

Der Widerstand gegen die türkische Besatzung im nordsyrischen Afrin ist in eine neue Phase eingetreten. Das erklärte am Sonntag abend der ehemalige Kovorsitzende der Partei der Demokratischen Union (PYD), Salih Muslim, gegenüber der kurdischen Nachrichtenagentur Firat. »Ab jetzt werden die YPG und YPJ einen Guerillakrieg führen«, so Muslim. Zuvor hatten die kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten (YPG und YPJ) bis zum Sonntag morgen einen Großteil der Zivilisten aus der Stadt Afrin evakuiert. So sollten diese vor den einrückenden türkischen Soldaten und den mit Ankara verbündeten islamistischen Milizen, die das Stadtzentrum besetzten, geschützt werden.
in junge Welt vom 20.3.18 lesen

Newroz Piroz be!

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20. März um 17 Uhr Newroz-Demonstration ab Marheinekeplatz Berlin

21. März Kundgebung, Kultur und Demonstration im Rahmen des weltweiten Aktionstages „Afrin wird leben“ um 16. 30 Uhr ab Oranienplatz Berlin