Archiv für Januar 2019

26.1.: Demonstration „Lasst uns die Isolation durchbrechen, den Faschismus niederreißen, Kurdistan befreien und Leyla Güven Retten“

25.1.19 Infoveranstaltung: Modell Rojava – Wie die NATO das Projekt zerstören will

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21.1.19: Podiumsdiskussion „Von Imrali nach Rojava“

Vereint im Widerstand

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Angela Davis und Leila Khaled rufen zur Solidarität mit hungerstreikender kurdischer Abgeordneter auf

Von Nick Brauns

»Erwartet keine Kapitulation von den Kurden«, war die zentrale Botschaft der Rede von Pervin Buldan, Vorsitzende der Demokratischen Partei der Völker (HDP), auf einer Großkundgebung für »Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit« am Samstag in Diyarbakir im Südosten der Türkei. Erstmals seit Monaten trauten sich wieder Tausende Menschen in der unter staatlicher Zwangsverwaltung stehenden kurdischen Metropole trotz eines großen Polizeiaufgebots auf die Straße. Sur, das Altstadtviertel Diyarbakirs, war vor drei Jahren von der Armee mit schweren Waffen in Trümmer geschossen worden.
weiterlesen in junge Welt vom 21.1.19

„Die Mittelost-Strategie der USA bleibt dieselbe“

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Bese Hozat, Kovorsitzende des Exekutivrats der Gemeinschaft der Gesellschaften Kurdistans (KCK), im Gespräch über die Hintergründe des US-Truppenrückzugs und die neuen Pläne der USA und der Türkei für Nordsyrien, 12.01.2019

Während die Drohungen Erdogans gegen Nordsyrien und Rojava einen neuen Höhepunkt erreichen, verkündete Donald Trump jüngst den US-Truppenrückzug. Kam diese Entscheidung wirklich unerwartet?

Die US-Rückzugsentscheidung kam keineswegs unerwartet. Wenn man sich daran erinnert, warum die USA in Syrien interveniert hat, wird leicht erkennbar, warum nun die Rückzugsentscheidung gefällt wurde. Wir müssen diese Entscheidung als Teil der Mitteloststrategie der USA betrachten. Mit der Entscheidung verwirft die USA weder ihre Syrien- noch ihre Mittelostpolitik. Ganz im Gegenteil, sie gibt ihr nur eine neue Form. Wie bekannt verfolgt die USA seit vielen Jahren eine Politik, die insbesondere den Iran, Nordkorea und Syrien zu Zielen ihrer Angriffe macht. Mit der US-Intervention im Irak Anfang der 90er Jahre begann eine Phase, die wir den `Dritten Weltkrieg` nennen. Ziel des damals begonnenen Krieges im Mittleren Osten war die Umgestaltung der Region entsprechend der Bedürfnisse des Kapitalismus. Eines der wichtigste Angriffsziele war Syrien. Das Land wurde zu einem zentralen Schauplatz der Auseinandersetzungen, die sich im Zuge des `Arabischen Frühlings` entwickelten. Ein weiteres Ziel der US-Intervention in Syrien bestand darin, das Baath-Regime zu schwächen, um es in die eigene Strategie für die Region integrieren zu können und die von ihm ausgehende Bedrohung für Israel aus dem Weg zu schaffen. Zudem ging es darum die Entstehung einer revolutionären Bewegung zu verhindern. Aus dieser Perspektive betrachtet bot der Islamische Staat (IS) den passenden Vorwand für die USA, um in Syrien zu intervenieren. Als der IS Kobane angriff, nutzte die USA die dadurch entstandene Gelegenheit sehr gut aus. Indem sie begann den Widerstand der Kurdinnen und Kurden gegen den IS durch Luftschläge zu unterstützen, verschaffte sie ihrer Intervention die notwendige Legitimität und sicherte sich einen bedeutenden Prestigegewinn. Auf diesem Weg schaffte sie die Grundlagen dafür, dass ihre Syrien-Intervention als legitim und normal betrachtet wurde.
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Krieg und Krise

Jahresrückblick 2018. Heute: Türkei. Erdogan festigt Präsidialdiktatur. Land in schwerer wirtschaftlicher Lage

Von Nick Brauns

Am 20. Januar 2018 begann die türkische Armee mit einem Großangriff auf den vor allem von Kurden bewohnten kleinen Selbstverwaltungskanton Afrin im Nordwesten Syriens. Zwei Monate hielten die kurdischen Volks- und Frauenverteidigungseinheiten YPG/YPJ den Angriffen der mit »Leopard II«-Panzern hochgerüsteten Armee und ihrer dschihadistischen Söldner stand. Doch gegen die Luftangriffe, die mehr als 1.000 YPG-Kämpfern das Leben kosteten und gezielt zivile Infrastruktur zerstörten, waren die leicht bewaffneten Verteidiger auf Dauer machtlos.
In junge Welt vom 7.1.2019 weiterlesen