Strategische Partnerschaft

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150 Jahre deutsch-türkische Waffenbrüderschaft auf Kosten von Frieden und Demokratie

Nick Brauns

Der preußische Offizier Helmuth von Moltke wurde 1836 für drei Jahre als Instrukteur der osmanischen Armee in die Türkei abkommandiert. Moltke nahm dabei auch an einem Feldzug gegen aufständische Kurden teil, wie er in seinen »Briefen über Zustände und Begebenheiten in der Türkei« beschrieb. »Es ist lange die Aufgabe der abendländischen Heere gewesen, der osmanischen Macht Schranken zu setzen. Heute scheint es die Sorge der europäischen Politik zu sein, ihr das Dasein zu fristen«, formulierte Moltke prophetisch die zukünftige Rolle Deutschlands zur Stabilisierung der türkischen Herrschaft. Die damals entstandene „Moltke-Legende« erscheint somit als Vorspiel der bis zum heutigen Tag andauernden strategischen Partnerschaft zwischen den herrschenden Klassen Deutschlands und der Türkei. Die vielbeschworene deutsch-türkische Waffenbrüderschaft ging dabei stets zu Lasten der Demokratie und Freiheit der Völker der Türkei und des Friedens im Mittleren Osten.
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