Archiv für Mai 2018

4.Juni: FRAUENDELEGATION IN KURDISTAN/NORDSYRIEN – Reisebericht aus Şehba (02.05.–11.05.2018)

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04.06.2018 (Mo) – 20 Uhr – Stadtteilladen Zielona Góra, Grünberger Str. 73, Berlin-F‘Hain

Ankaras heimlicher Aufmarsch

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Türkische Armee dringt immer tiefer in den Nordirak vor. PKK-Guerilla leistet Widerstand

Von Nick Brauns

Das nächste Ziel sei die Stadt Manbidsch, hatte der türkische Präsident Recep Tayyip Erdogan nach der Besetzung des kurdischen Selbstverwaltungskantons Afrin noch großspurig getönt. Doch in Manbidsch sind nicht nur US-amerikanische Truppen stationiert, sondern mittlerweile auch französische, so dass Erdogans weiteren Eroberungsplänen in Nordsyrien vorerst ein Riegel vorgeschoben wurde. Im laufenden Wahlkampf spielt der Krieg gegen die kurdische Befreiungsbewegung kaum eine Rolle, obwohl es im Osten der Türkei nahezu täglich zu Militäreinsätzen gegen die Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) oder Gegenschlägen der Guerilla kommt. In Meinungsumfragen sorgt sich die Bevölkerung angesichts der Talfahrt der Türkischen Lira vor allem um die wirtschaftliche Situation, noch vor dem Dauerbrenner »Terrorismus«.
In junge Welt vom 31.5.18 weiterlesen

Nicht Minbic, sondern Kandil ist das Ziel

Der Kolumnist Ferda Çetin über die aktuellen Pläne der Türkei für Rojava und Südkurdistan.

In der vergangenen Woche fand in Ankara ein wichtiges Treffen statt. Eine amerikanisch-türkische Arbeitsgruppe kam zusammen, um nach eigener Aussage die Differenzen bezüglich Minbic beizulegen. Nach dem Treffen verkündeten die Außenministerien der USA und der Türkei in einer gemeinsamen Erklärung: „Die Grundpfeiler für eine Zusammenarbeit bei der Gewährleistung von Sicherheit und Stabilität in Minbic wurden gemeinsam festgelegt.“

Auf Yeni Özgür Politika Website weiterlesen

Internationaler Aktionstag, 26. Mai: Gegen die türkische Invasion in Kurdistan

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Aufruf zum globalen Aktionstag gegen die türkische Invasion in Rojava (Nordsyrien) und Südkurdistan (Nordirak), 04.05.2018

Protestaktion in Berlin um 15 Uhr auf dem Alexanderplatz (Weltzeituhr)

Die Regierung Erdoğans hat die kolonialen Ambitionen des türkischen Staates auf ein gänzlich neues Niveau angehoben. Es wird nun auf die Zerstörung aller Errungenschaften der KurdInnen im Süden und Westen Kurdistans abgezielt. Wenn die völlige Zerstörung nicht möglich ist, möchten sie die kurdischen Gebiete belagern und ersticken. Der türkische Staat hält an seiner uralten Politik gegen die kurdische Gesellschaft und Kurdistan weiterhin fest. Das Ziel ist es die kurdische Gesellschaft ihren zentralen Rechten zu berauben. Die türkische Staatspolitik gegen die KurdInnen ist umfassender Krieg, Zerstörung und Besatzung.

Aufruf weiterlesen auf Civaka Azad Seite

Landräuber in Afrin

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Dschihadisten okkupieren kurdische Dörfer. Aufstand gegen türkische Besatzung in Al-Bab

Von Nick Brauns

In der türkisch besetzten nordsyrischen Region Afrin werden Tausende islamistische »Gotteskrieger« angesiedelt. Zuerst hatten 4.000 Familien von Kämpfern der »Freien Syrischen Armee« (FSA), die am Einmarsch in den kurdischen Selbstverwaltungskanton beteiligt waren, Häuser und Wohnungen geflohener Kurden okkupiert. Nun kommen auch aus anderen Landesteilen Dschihadisten nach Afrin. Weiterlesen in junge Welt vom 9.5.18

Machtkampf zwischen Atlantik und Eurasien um die Vorherrschaft im Mittleren Osten

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Aktuelle Bewertung von Songül Karabulut; für den Kurdistan Report Mai/Juni 2018

Wir befinden uns in einem Weltkrieg, in dem die Geschichte hinter dem Aktuellen verborgen bleibt und wir jetzt dennoch Zukunft schreiben. Weil wir die Geschichte nicht richtig analysiert und entsprechende Konsequenzen gezogen haben, erleben wir an manchen Punkten eine Wiederholung: wie der Faschismus sich erneut entfaltet, wie es zu eskalierenden Weltkriegen kommt, die Einrichtung einer neuen Weltordnung auf Kosten der Völker, und vieles mehr. Aus der Geschichte zu lernen ist unser existenzielles Kapital. Denn nur so haben wir die Chance, durch Widerstand und Engagement den Lauf der Ereignisse, also die Zukunft, mitzugestalten.
Auf Civaka Azad Seite weiterlesen

Wahlkampf hinter Gittern

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Linker Politiker Demirtas kandidiert aus der Haft heraus für das Amt des türkischen Staatspräsidenten. Bildung einer »Nationalen Allianz« gegen Erdogan

Von Nick Brauns

Der frühere Vorsitzende der linken Demokratischen Partei der Völker (HDP), Selahattin Demirtas, wird aus dem Gefängnis heraus für das Amt des Präsidenten der Türkischen Republik kandidieren. Das gab die Partei am Freitag offiziell bekannt. Am Sonnabend schloss sich die kemalistisch-sozialdemokratische CHP mit der rechten »Guten Partei« (Iyi), der islamistischen »Glückseligkeitspartei« und der konservativen Demokratische Partei (DP) zur »Nationalen Allianz« zusammen. Die aufgrund ihrer prokurdischen Orientierung von dieser Allianz ausdrücklich ausgeschlossene HDP ist damit die einzige linke Alternative. Meinungsumfragen sehen die durch Inhaftierungen Tausender Mitglieder geschwächte Partei über der Zehnprozenthürde.
In junge Welt vom 7.5.18 weiterlesen