5. Februar im Café Rojava: Krieg & Widerstand in Bakur – Tatort Amed/Sûr

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Ausstellung, Film & Podium:
Mo, 05.02.2018 | 18:00 Uhr | Café Morgenrot (Kastanienallee 85 / Prenzlauer Berg)

Seit 1988 ist die von einer Festungsmauer umgebene Altstadt Suriçi (Sûr) von Amed (Diyarbakır) in Bakur (Nordkurdistan) unter Denkmalschutz gestellt. Seit Juli 2015 ist diese sowie die anliegende Kulturlandschaft Hevselgärten in die Liste der UNSECO-Welterbstätten eingetragen. Heute ist von Sûr kaum noch etwas übrig.

Die Metropole am Tigris wurde im Juli 2015 im Zuge der erneuten Kriegsoffensive des türkischen Staates unmittelbares Ziel mehrerer Militäroperation, ebenso wie u.a. die Städte Cizîr (Cizre), Silopi, Şirnex (Şirnak) und Nisêbîn (Nusaybin). Der Belagerungszustand bis März 2016 und der Beschuss der Bevölkerung durch die türkische Armee und Polizei stellten einen massiven Angriff auf die basisdemokratischen Selbstverwaltungsstrukturen der kurdischen Freiheitsbewegung dar. Anwohner*innen schlossen sich zu zivilen Volksverteidigungseinheiten (YPS) zusammen und leisteten Widerstand. Die bewaffneten Auseinandersetzungen forderten zahlreiche Opfer. Fast 22 000 vertriebene Menschen haben seit den Kämpfen keine eigene Wohnung mehr. Vertreibung, Verfolgung, Zwangsverwaltung und ein verordneter Ausnahmezustand sind seitdem Alltag in Nordkurdistan.

Die Fotoausstellung „SUR“, der Film „Ververoz“ in Anwesenheit des Regisseurs Piran Baydemir und das anschließende Podium u.a. mit der HDP-Politikerin Nursel Aydoğan sollen eine politische Einordnung vornehmen und einen Eindruck von den Kämpfen und der momentanen Situation in Amed/Sûr und Nordkurdistan vermitteln.

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