Die Macht im Hintergrund

Trotz internationaler Kritik soll im Nordirak über ein unabhängiges Kurdistan abgestimmt werden. Rückendeckung gibt vor allem Russland

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Zitadelle in Erbil

Von Nick Brauns

Fünf Millionen Bewohner der kurdischen Autonomieregion im Nordirak sowie außerhalb davon gelegener kurdischer Siedlungsgebiete sollen am heutigen Montag in einem von der Bagdader Zentralregierung für illegal erklärten Referendum über einen unabhängigen Staat abstimmen. Nicht nur die Regierungen der Nachbarstaaten Türkei und Iran, die mit Autonomiebestrebungen der dort lebenden kurdischen Minderheiten zu kämpfen haben, sondern auch Verbündete des Präsidenten der Autonomen Region Kurdistan, Masud Barsani, wie die USA und die Bundesregierung haben sich öffentlich gegen die Befragung ausgesprochen. Doch Barsani, dessen Amtszeit offiziell bereits vor zwei Jahren abgelaufen war, hofft, durch das Ausspielen der nationalen Karte seine eigene Position im innerkurdischen Machtkampf zu festigen.
in junge Welt vom 25.9.2017 weiterlesen


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