Streit um Zukunft Nordsyriens

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Türkei beschießt kurdische Stadt Afrin. Rebellensprecher sieht langfristige US-Präsenz im Land

Von Nick Brauns

Die türkische Armee hat in der Nacht zum Freitag das Zentrum der Stadt Afrin in Nordsyrien mit Haubitzen beschossen. Filmaufnahmen zeigen zerstörte Häuser und brennende Autos. Inwieweit Zivilisten zu Schaden kamen, ist nicht bekannt. Die an die Türkei grenzende, mehrheitlich von Kurden bewohnte Selbstverwaltungsregion Afrin im Norden von Aleppo, in der auch Hunderttausende Flüchtlinge aus anderen Landesteilen Schutz gefunden haben, bereitet sich nach entsprechenden Drohungen des türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan auf eine mögliche Invasion der türkischen Armee vor. Dazu werden auch Zivilisten an der Waffe ausgebildet. In den kommenden Tagen wird der russische Generalstabschef Waleri Gerassimow zu Konsultationen über die Syrien-Krise in Ankara erwartet. Russische Medien hatten zuvor gemeldet, Moskau und Damaskus könnten grünes Licht für einen türkischen Angriff auf Afrin geben, wenn die Türkei im Gegenzug ihre Söldner aus der Provinz Idlib abzieht.
weiterlesen in junge Welt vom 19.8.17


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