Die Kinder der Serhildans

Im März 2016 begann in der türkisch-syrischen Grenzstadt Nusaybin der Widerstand der kurdischen Zivilschutzeinheiten YPS gegen die türkische Armee. Die Schlacht wurde zu einem Alptraum für die Truppen Ankaras

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Von Peter Schaber, Kamischli

Von dem Balkon meines Zimmers im nordsyrischen Kamischli aus kann ich in der Nacht die Lichter Nusaybins sehen. Sie sind nicht weit entfernt, wenige hundert Meter. Und doch sind sie unerreichbar, denn sie liegen auf der anderen Seite der Grenze, in der Türkei. Die beiden mehrheitlich kurdischen Städte trennt ein Teil jenes schwer befestigten und bewachten Walls, den das Regime in Ankara in den vergangenen Jahren entlang der gesamten syrisch-türkischen Grenze errichten ließ. Die Architekten dieses monströsen Bauwerks behaupten, es müsse hier stehen, um die Türkei vor »Terrorismus« zu schützen. In Wahrheit aber hat die Existenz der mehr als 900 Kilometer langen Befestigungsanlage nur einen einzigen Grund: Sie soll die Trennung der Kurden im Südosten der Türkei von jenen, die im Norden Syriens leben, verewigen.
In junge Welt vom 20.6.17 weiterlesen


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