Bomben gegen Pressefreiheit

Türkische Angriffe auf Kurden trafen vor allem Journalisten, Radiosender und Zeitungen
Von Peter Schaber, Kamischli

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Ein kurdischer Kämpfer in den Trümmern des Pressezentrums von Kara Schok
Foto: Willi Effenberger

Mervan Rojava steht vor den Trümmern einer früheren Radiostation im nordsyrischen Kara Schok: »Ihr seht selbst, es ist nichts mehr übrig. Alles, was zu unserem Medienzentrum gehört hat, ist zerstört.« Noch Ende letzter Woche sendete von hier aus das Radio Denge Rojava, eine der Stimmen der kurdischen Bewegung im Norden Syriens. Mervan Rojava ist Journalist und arbeitet für die Presse der kurdischen Volksverteidigungseinheiten (YPG). »Sie kamen um zwei Uhr nachts. Innerhalb von einer Minute schlugen etwa zehn Raketen ein, viele unserer Freunde wurden verletzt, einige sind gefallen.« Der Angriff türkischer Kampfjets am Dienstag habe etwa eineinhalb Stunden gedauert und auch in der Nähe gelegene Militäreinrichtungen der YPG getroffen. Die Bomben töteten mehr als 20 Menschen, unter ihnen drei Reporter.
In junge Welt vom 27.4.17 weiterlesen


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