»Wir haben unsere Hoffnung niemals aufgegeben«

Ein Gespräch. Mit Tugba Hezer. Über die politische Situation in der Türkei, die Lage der Kurden in dem Land und Perspektiven des Widerstands gegen das Erdogan-Regime

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Tugba Hezer (geb. 1989 in Ercis/Van) arbeitete als Lehrerin, bevor sie im November 2015 für die linke prokurdische Demokratische Partei der Völker (HDP) als jüngste Abgeordnete ins Parlament der Türkei gewählt wurde. Hezer hält sich derzeit in Europa auf, um dort die Öffentlichkeitsarbeit ihrer Partei zu unterstützen. In der Türkei liegt ein Haftbefehl gegen die Abgeordnete vor. Ihr wird Mitgliedschaft in der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK vorgeworfen.

Was können Sie uns zur Lage Ihrer in der Türkei inhaftierten Parteikollegen sagen?

Die HDP ist die drittstärkste Partei im Parlament. Doch elf ihrer Abgeordneten einschließlich unserer beiden Kovorsitzenden Selahattin Demirtas und Figen Yüksekdag befinden sich seit mehr als zwei Monaten in Einzelhaft. Faktisch sind sie Geiseln des Staates. Seit Ausrufung des Ausnahmezustandes im Juli letzten Jahres wurden 2.500 Führungspersonen, Mitglieder und Sympathisanten der HDP inhaftiert. Festgenommene können 30 Tage lang ohne Richterbeschluss inhaftiert werden, erst nach fünf Tagen haben sie das Recht, ihre Anwälte zu sehen. In den Gefängnissen wird verschärfte Isolationshaft praktiziert. Freigelassene Freunde berichten von physischer und psychischer Folter. Ebenso gibt es sexualisierte Gewalt gegen Frauen.

Interview weiterlesen in Beilage der jW vom 14.01.2017


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