»Wir sind hoffnungsvoll«

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Angriffe des türkischen Staates und erfolgreicher Widerstand. Das Jahr 2016 in Kurdistan – eine Bilanz aus Sicht der PKK. Gespräch mit Cemil Bayik

Cemil Bayik ist Gründungsmitglied der verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans (PKK). 1976 schloss er sich dem Zirkel um Abdullah Öcalan an, seitdem hat er wichtige Funktionen in der kurdischen Befreiungsbewegung inne. Heute führt er zusammen mit Bese Hozat den Dachverband Union der Gemeinschaften Kurdistans (KCK), in dem auch die PKK Mitglied ist.

Während des gesamten Jahres 2016 versuchten der türkische Staatspräsident Erdogan und die Regierungspartei AKP, ihr Regime als sehr gefestigt und stabil zu präsentieren. Im Osten der Türkei wurde gegen die kurdische Bewegung mit brutaler Gewalt vorgegangen. Nach dem gescheiterten Putsch im Juli wurden Zehntausende Menschen verhaftet. Dennoch haben Sie im Dezember 2016 gesagt: »Die AKP-Regierung versucht, sich als mächtig darzustellen, sie ist es aber nicht.« Warum ist sie nicht mächtig, und wie kann sie besiegt werden?

Wie man weiß, ließ die AKP im vergangenen Jahr Armee und Polizei auf jene Städte los, in denen das kurdische Volk am stärksten organisiert ist und dessen Selbstbewusstsein am ausgeprägtesten. Die Verwaltungsstrukturen des türkischen Staates sind hier abwesend, und die Praxis eines genozidalen Kolonialismus kann nicht betrieben werden.
In junge Welt vom 6.1.17 weiterlesen


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