Riss in der Anti-Erdogan-Front

Alevitische Union erklärt wegen Öcalan-Fahnen Rückzug aus Bündnis antifaschistischer Migrantenverbände

Von Nick Brauns

Am Sonnabend demonstrierten in Köln Zehntausende Aleviten, Kurden und Anhänger sozialistischer Gruppierungen gemeinsam gegen das diktatorische Regime von Staatspräsident Recep Tayyip Erdogan in der Türkei (jW berichtete). Nur einen Tag später zog sich der größte Dachverband der alevitischen Glaubensgemeinschaft aus dem Bündnis zurück. »Wir erklären öffentlich, dass wir unsere Beziehungen mit der ›Einheit der demokratischen Kräfte‹ ausgesetzt haben, bis die Empfindlichkeiten der alevitischen Bewegung klar akzeptiert werden«, teilte die Alevitische Union Europa (AABK) in einer junge Welt vorliegenden Erklärung mit. Die Alevitische Union bildete neben dem kurdischen Dachverband »Kongress der kurdischen demokratischen Gesellschaft in Europa« (KCD- E) die mitgliederstärkste Kraft in dem seit Anfang 2013 bestehenden Bündnis fortschrittlicher migrantischer Selbstorganisationen aus der Türkei. Diesem gehören auch jesidische, assyrische, armenische sowie sozialistisch orientierte Vereinigungen an.
in junge Welt vom 15.11.2016 weiterlesen


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