Invasion der Türkei und ihrer Söldner in Syrien

Demokratische Föderation Rojava ist in Gefahr!

Ein Beitrag von Ulla Jelpke, MdB (DIE LINKE.)

Die türkische Armee und unter der Fahne der Freien Syrischen Armee (FSA) agierende Söldnerverbände sind am Montag bei Jarablus in den Norden Syriens einmarschiert. Nach Angaben der türkischen Regierung dient die Operation „Schild des Euphrat“ dazu, terroristische Strukturen im Grenzgebiet zur Türkei zu zerschlagen. Hatte es anfänglich noch geheißen, der Einmarsch richtete sich gegen den Islamischen Staat (IS), so machte türkische Regierungspolitiker schnell deutlich, dass das Hauptziel die syrischen Kurden sind. Nach der Einnahme der westlich des Euphrat gelegenen Stadt Manbij in monatelangen, verlustreichen Kämpfen durch die Syrisch-Demokratischen Kräfte (SDF) befürchtete Ankara ein weiteres Vorrücken dieser mehrheitlich aus den kurdischen Volksverteidigungseinheiten YPG bestehenden, aber auch arabische, assyrische und turkmenische Verbände umfassenden Rebellenallianz in das bislang vom IS gehaltene Gebiet. Ein kurdischer Korridor, der die Selbstverwaltungskantone Kobani und Afrin miteinander verbinde, oder gar ein (von den syrischen Kurden gar nicht angestrebter) kurdischer Staat seien für Ankara inakzeptabel. Ziel des Einmarsches ist es so, die noch vom IS besetzte Region zwischen Jarablus und Mare unter die Kontrolle der türkischen Armee und Söldner zu bekommen, um so einen dauerhaften Keil zwischen die Selbstverwaltungskantone von Rojava zu treiben und die SDF zu stoppen.
auf Ulla Jelpke Website weiterlesen


0 Antworten auf „Invasion der Türkei und ihrer Söldner in Syrien“


  1. Keine Kommentare

Antwort hinterlassen

XHTML: Du kannst diese Tags benutzen: <a href=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote> <code> <em> <i> <strike> <strong>


neun − acht =