Hüterin des Kapitals

Die türkische Armee verstand sich einst als Schutzmacht einer laizistischen Republik. Doch lange schon verfolgt sie eigene ökonomische Zwecke

Von Nick Brauns

Die von der türkischen Armee lange beanspruchte Rolle als Hüterin der Republik geht auf ihr Wirken als Geburtshelferin der modernen Türkei im Jahr 1923 zurück. An der Spitze der Republik standen mit Mustafa Kemal Atatürk und seinem Nachfolger Ismet Inönü Generäle aus dem vorangegangenen Befreiungskrieg. Mangels einer entwickelten nationalen Bourgeoisie wurden die in die Politik gewechselten Militärs zur treibenden Kraft der unvollendet gebliebenen bürgerlichen Revolution der Kemalisten, die zum Aufbau eines säkularen Nationalstaates auf den Trümmern des Osmanischen Reiches führte.
In junge Welt vom 23.7. 2016 weiterlesen


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