Zuckerbrot und Peitsche

Menschenrechtsorganisation spricht von kurdischen Kriegsverbrechen. Moskau bietet Bündnis gegen IS an

Von Nick Brauns

Die Organisation Amnesty International (AI) erhebt schwere Vorwürfe gegen die von der Partei der Demokratischen Union (PYD) geführte Autonomieverwaltung im nordsyrischen Kurdengebiet Rojava. Diese missachte das Völkerrecht in einer Weise, die Kriegsverbrechen gleichkomme, heißt es in einem am Dienstag von AI veröffentlichen Bericht. Die Volksverteidigungseinheiten (YPG) sollen Dörfer niedergerissen und Tausende arabische und turkmenische aber auch einige kurdische Einwohner vertrieben haben. Es handele sich laut AI um Racheakte an Menschen, die der Sympathie oder Verbindung mit dem »Islamischen Staat« (IS) verdächtigt wurden. Die angeblichen Kriegsverbrechen sollen vor allem geschehen sein, als die YPG-Kämpfer im Juni einen bislang vom IS gehaltenen Korridor zwischen den Selbstverwaltungskantonen Kobani und Cazire freikämpften und den vom IS beherrschten Ort Tel Abyad einnahmen.
In junge Welt vom 15.10.2015 weiterlesen


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