Orchestrierte Gewalt

Konflikt in der Türkei: Nicht der PKK fehlt es an Friedenswillen. Staatspräsident Erdogan braucht den Krieg für seinen Machterhalt

Von Peter Schaber

Zehn junge Männer, einige von ihnen in türkische Fahnen gehüllt, versuchen, durch eine Polizeikette zu brechen. »Wir kriegen euch, ihr Hurensöhne«, rufen sie. Auf der anderen Seite der Straße, getrennt durch die behelmten Beamten, stehen kurdische Demonstranten. Sie rufen einen Slogan der kurdischen Frauenbewegung: »jin jiyan azadi« – Frauen, Leben, Freiheit. Die Situation geht glimpflich aus, die beiden Lager bleiben getrennt, nur später am Abend kommt es zu kleineren Auseinandersetzungen. Der Ort dieser Konfrontation liegt nicht in Anatolien. Es ist Berlin-Kreuzberg, wo sich diese Szenen abspielen.
In Junge Welt vom 19.9.2015 weiterlesen


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