Einmarsch in Syrien

Türkei schickt Söldnertruppen ins Nachbarland. Al-Nusra-Front zum Kampf gegen Regierungseinheiten verlegt

Von Nick Brauns

Von der Türkei geförderte Söldnertruppen sind am Montag nachmittag über den Grenzübergang Bab Al-Salameh in die Stadt Azaz im Norden Syriens einmarschiert. Es handelt sich offenbar um den ersten Schritt zur Schaffung einer Flugverbots- und Pufferzone westlich des Euphrat, auf die sich Ankara mit der US-Regierung geeinigt hatte. 600 Mitglieder der gegen die syrischen Regierungstruppen kämpfenden »Freien Syrischen Armee« (FSA), unter die sich türkische Spezialkräfte gemischt hatten, rückten in 40 mit türkischen Fahnen beflaggten Bussen und schwerbewaffneten Pritschenwagen in die Dörfer Kefferan und Delhan ein. Das meldete die kurdische Agentur Firat News unter Berufung auf Beobachter vor Ort. Die FSA-Kämpfer gehören den Brigaden »Sultan Murat« und »Fatih Sultan Mehmet« an, die aus syrischen Turkmenen bestehen, die unter Aufsicht des türkischen Geheimdienstes MIT militärisch ausgebildet und bewaffnet wurden.

in junge Welt vom 12. August 2015 weiterlesen


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