Leugnen als Staatsräson

Türkische Staatsführung behauptet weiter, den Genozid an den Armeniern habe es nicht gegeben. Zum 100. Jahrestag sieht sie sich als Opfer einer internationalen Verschwörung

Von Nick Brauns

Die türkische Staatsführung sieht sich als Opfer einer vom Papst bis zu den Oppositionsparteien reichenden Verschwörung. Grund ist der 100. Jahrestag des Beginns der Massaker an den Armeniern im Osmanischen Reich am 24. April. Denn der Druck auf die Türkei wächst, diese von der damaligen jungtürkischen Führung angeordneten Verbrechen, bei denen weit über eine Million Angehörige des christlichen Volkes zu Tode kamen, als Genozid anzuerkennen.

in junge Welt vom 17.April 2015 weiterlesen


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