Völkermord an den Armeniern

Artikel von Elke Dangeleit auf Heise.de am 14.04.2015

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Armenier werden 1915 von türkischen Soldaten zu einem Gefängnis in Mezireh geführt

Deutschland weigert sich nach wie vor, das Wort „Genozid“ zu benutzen. Aber es war von Anfang an in das Geschehen involviert, zeigt eine Spurensuche
Am 24.4.2015 jährt sich der Genozid an den Armeniern in der Türkei zum 100sten Mal. Mehr als 1,5 Mio. Armenier und bis zu 500.000 syrenische Christen fielen diesem zum Opfer. Just an diesem Tag wird dazu im Bundestag ein Antrag der Fraktion der Linken debattiert. Der Bundestag wird darin aufgefordert, die Vernichtung der armenischen Bevölkerung als Völkermord zu bewerten. Die Bundesregierung wird zudem aufgefordert, sich vorbehaltlos zur historischen Mitverantwortung des Deutschen Reichs zu bekennen.

Nach wie vor weigert sich die Türkei, diese Vernichtung als Völkermord anzuerkennen (siehe dazu auch die Rechtssprechung des Europäischen Gerichtshofs für Menschenrechte (EGMR)). Sie nennt die Deportationen „kriegsbedingte Sicherheitsmaßnahmen“, die notwendig gewesen seien, da die Armenier den Kriegsgegner Russland unterstützt hätten.
Auch Deutschland weigert sich nach wie vor, das Wort „Genozid“ zu benutzen. Das im Februar erschienene Buch „Beihilfe zum Völkermord “ von Jürgen Gottschlich[1] eröffnet die Diskussion erneut, mit dem Hauptfokus auf der Rolle Deutschlands im Osmanischen Reich.

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