Militäraktion in Syrien

Ankara lässt Truppen ins Nachbarland einmarschieren, um Wachmannschaft eines Grabkomplexes in türkischer Enklave zu evakuieren

Von Nick Brauns

ürkische Bodentruppen sind in der Nacht zum Sonntag weit auf syrisches Territorium vorgestoßen, um von den Dschihadisten des »Islamischen Staates« (IS) eingeschlossene Soldaten aus einem Grabkomplex zu retten. Die Rettungsaktion galt der aus rund 40 türkischen Elitesoldaten bestehenden Wachmannschaft des Suleiman-Schah-Grabmals. Diese Ruhestätte des Großvaters des Begründers des Osmanischen Reiches, Osman I., liegt rund 35 Kilometer tief in Syrien auf einer Halbinsel am Euphrat. Aufgrund eines 1921 mit der damaligen syrischen Mandatsmacht Frankreich geschlossenen Abkommens betrachtet die Regierung in Ankara die Grabstätte völkerrechtlich als zur Türkei gehörig. Dortige Oppositionsmedien hatten unter Berufung auf Militärquellen behauptet, die normalerweise vierteljährlich ausgetauschte Besatzung des Grabmals sei seit elf Monaten vom IS eingeschlossen und auf die Versorgung durch die Dschihadisten angewiesen.

Weiterlesen in junge Welt 25.2.2015


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