„Das ist eine echte Revolution“

Interview von Pinar Ögünç mit David Graeber über seine Beobachtungen in Rojava

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David Graeber schrieb als Professor für Anthropologie an der London School of Economics und Aktivist und Anarchist im Oktober 2014 einen Artikel in der Tageszeitung The Guardian, als der IS gerade begonnen hatte, Kobanê in Nordsyrien anzugreifen. Darin fragt er, warum die Welt die revolutionären syrischen Kurden ignoriere.
Er erwähnt seinen Vater, der 1937 als Freiwilliger in den Internationalen Brigaden zur Verteidigung der Spanischen Republik kämpfte und fragt: “Wenn heute eine Parallele zu Francos vordergründig frommen, mörderischen Falangisten gibt, wer könnte das sein außer der IS? Wenn es eine Parallele zu den Mujeres Libres Spaniens gäbe, wer könnte das sein, wenn nicht die mutigen Frauen, die die Barrikaden in Kobanê verteidigen? Ist die Welt, und diesmal am skandalösesten überhaupt die internationale Linke, wirklich dabei, mitschuldig zu werden und zuzulassen, dass sich die Geschichte wiederholt?“
Laut Graeber wurde die autonome Region von Rojava mit den drei antistaatlichen, antikapitalistischen Kantonen 2011 mit einem „Gesellschaftsvertrag“ ausgerufen und ist damit ein bemerkenswertes demokratisches Experiment dieser Epoche.
Anfang Dezember verbrachte er mit einer achtköpfigen Gruppe von Studenten, Aktivisten und Akademikern aus verschiedenen Teilen Europas und der USA zehn Tage in Cizîrê, einem der drei Kantone Rojavas. Er hatte vor Ort Gelegenheit, die Praxis der „Demokratische Autonomie“ zu beobachten und viele Fragen zu stellen.
Nun berichtet er von den Eindrücken seiner Reise und beantwortet die Frage, warum dieses „Experiment“ der syrischen Kurden von der ganzen Welt ignoriert wird.

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