Stadt zensiert Gedenken an Halim Dener

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Wandgemälde im UJZ Kornstraße soll verschwinden – UJZ will sich wehren – Solidarisiert euch!

Vor fünf Monaten entstand im UJZ Kornstraße ein Wandgemälde als Gedenken an den kurdischen Jugendlichen Halim Dener, der vor 20 Jahren in Hannover von einem Polizisten erschossen wurde.

Jetzt verlangt die Stadt Hannover die Entfernung des Wandgemäldes, da es die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährden würde.
Als Frist für das Entfernen des Wandgemäldes bleiben gerade einmal drei Tage, „da nicht hingenommen werden kann, dass die Öffentlichkeit mit der Abbildung bis zur Unanfechtbarkeit des Bescheides konfrontiert wird.“ Gehen wir nicht auf die Zensurmaßnahme ein, so ist als erste Repression ein Zwangsgeld von 1000,- € festgesetzt.

Hintergrund dieser Zensurmaßnahme ist, dass das Wandgemälde das Symbol der verbotenen PKK enthält.

Dazu stellen wir fest: „Das Wandgemälde ist ein Kunstwerk in Gedenken an Halim Dener. Es ist keine Werbung für eine Organisation oder Aktion. Halim Dener ist beim Plakatieren dieses Symbols erschossen worden. Diesen Zusammenhang nicht mehr darstellen zu können, verfälscht die historische Wahrheit. Das Wandgemälde ist von Besucher_innen des Zentrums auf einer freien Graffitifläche angebracht worden. Dass es dort seit fünf Monaten steht, zeugt vom hohen Respekt, das es genießt.“

Das UJZ ist FÜR das Gedenken an den getöteten Jugendlichen Halim Dener im Unabhängigen Jugendzentrum Kornstraße und FÜR Kunst als Mittel und Ausdruck dieses Gedenkens.
Vor dem Hintergrund der internationalen Ereignisse, bei denen insbesondere auch die PKK den Widerstand gegen die Terrororganisation IS trägt, ist die Zensur dieses Wandbildes ein Skandal. Der Oberbürgermeister hat den kurdischen Demonstrant_innen der letzten Wochen und Monate wiederholt sein Mitgefühl und seine Unterstützung versichert. Jetzt schlägt die Stadt Hannover in seinem Namen eben diesen Menschen offen ins Gesicht.

Das UJZ hat diese Zensurmaßnahme kenntlich gemacht, wird juristisch dagegen vorgehen und ruft euch dazu auf, gegen diesen Skandal entschlossen zu protestieren.

Nicht das Wandbild im Gedenken an Halim Dener ist das Problem, sondern das PKK Verbot, mit dem dieses Wandbild kriminalisiert wird.

Als ersten Schritt haben wir uns eine ganze Welle von Protestfaxen, mails, Karten, etc. an das Büro des Oberbürgermeisters vorgestellt.
die Fax Nummer des OB Büros ist: 0511-16845052
die mail adresse: oberbuergermeister(at)hannover-stadt(dot)de
die Post adresse: OB Schostock; Trammplatz 2; 30159 Hannover

UJZ KORNSTRASSE
Hannover, 17.11.2014


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