Türkei: Ein weiterer Angriff auf die Pressefreiheit

Gestern (am 11. Oktober 2014) wurden am späten Nachmittag die drei in Deutschland lebenden und freiberuflich tätigen Fotojournalisten Ruben Martin Neugebauer, Björn Kietzmann and Christian Grodotzki von der türkischen Polizei in Diyarbakir festgenommen. Sie berichteten dort über die Situation in der Ost-Türkei.
Die Polizei wirft unseren Kollegen (mit deutschen bzw. internationalen Presseausweisen), die für deutsche und internationale Zeitungen arbeiten, vor, „Spione“ und „Provokateure“ zu sein. Im Moment befinden sie sich Gefängnis „Tem Sube Müdürlügü“ in Diyarbakir und werden verhört.
Desweiteren will die Polizei sie vor ein Gericht stellen – verbunden mit dem Worst-Case Szenario einer Abschiebung und dem Verbot einer Wiedereinreise in die Türkei.
Die deutsche Botschaft, das Außenministerium und Reporter ohne Grenzen wurden informiert. Kollegen versuchen im Moment in Diyarbakir weitere Informationen zu den Umständen ihrer Verhaftung zu erhalten.
Chris, Ruben und Björn wünschen sich Unterstützung der Medien, um Druck auf die türkische Regierung auszuüben. Seit den Gezi-Protesten wurde die Pressefreiheit in der Türkei auch für ausländische JournalistInnen stark eingeschränkt, was bereits in der Vergangenheit zu
internationaler Kritik führte.
Wir fordern den türkischen Staat auf, die Pressefreiheit zu respektieren und grundlegende Rechte von JournalistInnen zu achten, um über die Situation in der Ost-Türkeit berichten zu können.
Für Nachfragen und weitere Informationen kontaktieren Sie bitte Bejamin Hiller, der seit 2008 aus freiberuflicher Fotograf im Kontext von Koflikten arbeitet. info@benjamin-hiller.com

Die UntestützerInnen-Gruppe von Björn, Ruben und Christian

12. Oktober 2014, 14:40 Uhr, Berlin/Deutschland


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