„Kampf auf Leben und Tod“

Telepolis-Interview von Tomasz Konicz mit Can Cicek vom Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad zur Lage in den kurdischen Autonomiegebieten Syriens und zur türkischen Unterstützung des IS

Can Cicek ist Mitarbeiter des Kurdischen Zentrums für Öffentlichkeitsarbeit Civaka Azad. Das Interview wurde am 23. September telefonisch geführt.

Herr Cicek, Können Sie uns kurz die aktuelle militärische Lage in der von dem IS angegriffenen kurdischen Autonomieregion schildern. Konnte der Vormarsch der Islamisten auf die strategisch wichtige Stadt Kobane gestoppt werden?

Can Cicek: Zunächst muss festgehalten werden, dass derzeit die bislang größte Offensive des IS gegen die Region läuft. Ein Großteil der militärischen Kapazitäten des IS wurde vor Kobane gebündelt, und nun versuchen sie mit aller Macht, die Stadt einzunehmen. Aufgrund des Formarsches des IS wurden sicherheitshalber viele Dörfer in der nähe dieser Stadt evakuiert, und viele Menschen haben in Kobane Zuflucht gesucht. Dort wurde auch ein Großteil der Volksverteidigungseinheiten, der YPG, zusammengezogen. Mittlerweile ist es auch so, dass einige Dörfer, die kurzzeitig von dem IS besetzt wurden, wieder von der YPG zurückerobert werden konnten. Dennoch muss gesagt werden, dass IS-Streitkräfte, die über schwere eroberte Waffen verfügen, den YPG überlegen sind, die ja nur über leichte Waffen verfügen. Weiterlesen


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