Dschihadisten greifen syrische Flüchtlinge in Berlin an

Am Abend des 7. August 2014 griffen um die 100 Dschihadisten kurdische und christliche Flüchtlinge aus Syrien im Aufnahmelager Berlin-Marienfelde an. Sie griffen die Flüchtlinge unter islamistischen Parolen an, mindestens sieben der Angegriffenen, unter ihnen auch Kinder, mussten Krankenhaus behandelt werden. Zuvor hatten die Dschihadisten schon vermeintliche „Ungläubige“ im Heim fotografiert und bedroht. An dem Angriff waren sowohl Dschihadisten sowohl aus dem Aufnahmelager als auch von außerhalb beteiligt.

Polizei- und Medienberichte, wonach verschiedene Flüchtlingsgruppen im Aufnahmelager Marienfelde in Streit geraten seien, vertuschen den politischen Hintergrund dieser gewaltsamen Übergriffe. Informationen über den Vorfall erhielt das Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin von den Betroffenen selber und der Partei der Demokratischen Einheit (PYD), die mit einigen der Flüchtlinge in Kontakt steht.

Die von den Dschihadisten bedrohten und angegriffenen Flüchtlinge müssen sofort in eine sichere Unterkunft verlegt werden.

Einige der Dschihadisten in Marienfelde bekannten sich offen dazu für die Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS / ISIS) in Syrien bzw. dem Irak gekämpft zu haben. Die Übergriffe finden vor dem Hintergrund der Offensive des IS, der ein Kalifat in Teilen Syriens und dem Irak ausgerufen hat, statt. Im Irak wurden in den letzten Tagen mehr als 3.000 angeblich „Ungläubige“ ermordet wurden, hunderttausende Christen, Eziden und schiitische Turkmenen sind auf der Flucht. Auch Syrien greifen die IS-Banden permanent das kurdische Selbstverwaltungsgebiet Rojava an. Ihre militärischen Erfolge stacheln Dschihadisten jetzt weltweit zu Übergriffen an. Die Verantwortung dafür tragen auch die westlichen Staaten und die NATO, die zur Finanzierung, Bewaffnung und logistischen Hilfe der Terrororganisation IS durch die Türkei, Saudi Arabien und Qatar schweigen bzw. diese sogar billigend für ihre eigenen politischen Ziele im Nahen Osten in Kauf nehmen.

Wir rufen zur Demonstration in Berlin auf:

„SCHWEIGT NICHT ZU DEN MAS­SA­KERN DES IS IM IRAK – STOPPT DEN GE­NO­ZID AN DEN ÊZÎDEN IN SHAN­GAL“

DEMO | SONN­TAG | 10. AU­GUST | 15 UHR | U-​BAHN HER­MANN­PLATZ BER­LIN

Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin


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