5. Januar: Gedenken an Celalettin Kesim

Demo: 5.01.2013 16.00 Uhr / Hermannplatz ; Kundgebung 17.00 Uhr Kottbusser Tor

Am 5. Januar 1980 wurde unser Genosse Celalettin Kesim durch die Anhänger der faschistischen Türkischen Föderation und die Fanatiker der islamistischen Milli Görüs, die vom Geheimdienst der Türkei (MIT) sowie dem deutschen Verfassungsschutz logistisch unterstützt wurden, ermordet. Um gegen diesen Mord, der seit 33 Jahren nicht„komplett“ aufgeklärt wurde, zu protestieren, rufen wir zu einer Demonstration und Kundgebung am 5. Januar 2013 auf. 25 bis 30 unserer GenossInnen, unter denen sich auch Celalletin Kesim befand, verteilten am 5. Januar 1980 am Kottbusser Tor im Stadteil Flugblätter gegen die„Militärische Note“, die die Türkischen Streitkräfte am 27. Dezember 1979 dem türkischen Parlament übergaben. Zur gleichen Zeit versammelten sich die Anhänger der faschistischen Türkischen Föderation sowie die Fanatiker der islamistischen Milli Görüs am Kottbusser Tor, um gegen den militärischen Eingriff der Sowjetunion in Afghanistan zu protestieren. Die Faschisten und Reaktionäre waren nicht nur gekommen, um zu demonstrieren, sondern es wurde ein detailliert geplanter Angriff vorbereitet; das lässt sich daran erkennen, dass sie unter ihrer Kommandokleidung Bücher befestigten, um sich gegen Schläge zu wehren, und an ihren Stöcken Messer anbrachten. In den Aufsätzen und Büchern zum türkischen „tiefen Staat“, der nach langen Jahren und vielen Morden, deren Tatverdächtige bekannt sind, einigermaßen aufgedeckt wurde, wird festgestellt, dass diese „Operation“ die erste „ernste“ Operation des türkischen Geheimdienstes (MIT) im Ausland war.
Wenn dieser Mord im Zusammenhang mit dem in den letzten Monaten aufgedeckten „deutschen tiefen Staat“, also dem Verfassungsschutz, betrachtet wird, dann ist es klar, dass diese Zweierkoalition die Tat organisiert hat. Außerdem erleben wir in den letzten Jahren in Deutschland ähnliche Morde wie den Celalettin Kesim. Wenn auch der türkische Geheimdienst nicht an der faschistischen Mordserie an neun Arbeitern mit Migrationshintergrund und einem Polizisten des vom Verfassungsschutz benutzten „Nationalsozialistischen Untergrunds“ beteiligt war, bestehen dennoch zwischen den zwei Phänomenen große Ähnlichkeiten. Alle politischen Morde – auch der an Celalletin Kesim – sowie die Verwicklung des Staates und aller verantwortlichen Institutionen und Personen müssen aufgeklärt werden !

Aufruf: Kommunistische Partei der Türkei 1920 (TKP 1920)
Unterstützer: DKP Kreuzberg/Friedrichshain, Plattform der Arbeit und Demokratie Berlin (BEDEP), Kurdistan Solidaritätskommittee, ARAB (Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin)


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