Blutiger August

Nach einem Guerillaangriff auf türkische Armeestellungen in der Provinz Sirnak flogen F-16-Kampfflugzeuge in der Nacht zum Dienstag nach Angaben des Generalstabs Luftangriffe auf mutmaßliche Rebellenstellungen im türkisch-irakischen Grenzgebiet. Bei dem PKK-Angriff auf Stützpunkte und staatliche Behörden waren nach Angaben der Guerilla 54 Soldaten und Polizisten getötet worden.
Unterdessen legte die PKK eine Gefechtsstatistik für August vor, der demnach der seit Jahren verlustreichste Monat für die türkischen Streitkräfte war. 403 Soldaten und Polizisten wurden demnach bei Anschlägen und Gefechten getötet sowie 181 weitere verwundet. Die Guerilla ihrerseits verzeichnet 31 gefallene Kämpfer. Offenbar verfügt die PKK inzwischen auch über moderne Luftabwehrwaffen. So meldet die Guerilla acht abgeschossene Hubschrauber. 18 Panzerfahrzeuge wurden zerstört.
Die Armeeführung unterschlägt das Ausmaß ihrer Verluste systematisch. Bei der Mehrzahl der gefallenen Soldaten handelt es sich um Berufssoldaten aus den im vergangenen Jahr neu aufgestellten Sondereinheiten für den Einsatz in den kurdischen Landesteilen. Die häufig aus prekären Verhältnissen stammenden oder als Waisen aufgewachsenen Soldaten mussten bei ihrem Eintritt in die Spezialeinheiten einwilligen, daß ihr möglicher Tod geheim gehalten wird.


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