Archiv für Dezember 2011

Protestkundgebung gegen Massaker der Türkischen Armee am Alex


300 Menschen versammelten sich heute ab 15 Uhr an der Weltzeituhr am Alexanderplatz um gegen das Massaker der türkischen Armee an jugendlichen kurdischen Zivilisten am Abend des 28.Dezembers in der kurdischen Region Sirnak zu protestieren. Mit zahlreichen Schildern, Fahnen und Transparenten protestierten sie gegen das jüngste Massaker und die militärische und polizeiliche anhaltende Unterdrückungspolitik der Türkei gegenüber der kurdischen Bevölkerung. (mehr…)

Katastrophe in Uludere oder in den türkischen Medien?

Am Mittwoch den 28.12.2011 zwischen 21.00-22.00 Uhr sind mehr als 35 Menschen wurden in kurdische Kreisstadt Uludere/Türkei durch türkische Kampfflugzeugen ermordet.

Mehr als 35 türkische Staatsbürger, größtenteils jugendliche und Kinder, die aus dem Irak Zucker und Gas in die Türkei schmuggeln versuchten, wurden Opfer eines „neuen Sicherheitskonzepts“ der gestern durch MGK (Türkischer Staatssicherheitsrat) verschärft worden ist.

Nach der Ermordung von zivilen Menschen, haben Medien in der Türkei erst mal gewartet bis sie vom Staat etwas hören. Es kam bis Mittagszeit keine Erklärung! Trotzdem haben einige Online Portale der namenhafte Zeitungen und TV-Senders ab 10.00 Uhr darüber berichtet; Behauptung in Uludere! Es sollen 20 Zivile bei der Militär Operation umgekommen sein. Waren diese PKK’ler oder Zivile? (mehr…)

Massaker im Grenzgebiet

Bei einem türkischen Luftangriff wurden in der Nacht zum Donnerstag in der Provinz Sirnak mindestens 35 kurdische Zivilisten getötet. 24 Tote gehören einer einzigen Familie an. Die meisten der Getöteten sind Kinder und Jugendliche. Die Armee hatte eine Gruppe von Schmugglern möglicherweise für Guerillakämpfer der Arbeiterpartei Kurdistans PKK gehalten.

Der Luftangriff habe PKK-Stellungen in der nordirakischen Region Sinat-Haftanin gegolten, Zivilisten lebten dort keine, heißt es in einer Erklärung der Armee vom Donnerstag. Der Generalstab kündigte eine Untersuchung an. »Es gab das Gerücht, daß die PKK diese Region durchqueren werde«, begründete dagegen ein namentlich nicht genannter Vertreter der Sicherheitskräfte gegenüber der regierungsnahen Zeitung Today’s Zaman den Angriff. (mehr…)

29.12: Türkische Armee ermordet 36 Zivilist_innen

50 – 70 KurdInnen und Sympathisanten antifaschistischer Gruppen versammelten sich heute um 17:30 vor der türkischen Botschaft in Berlin-Mitte um gegen ein Massaker an kurdischen Zivilisten zu protestieren, bei dem eine Nacht zuvor von der türkischen Luftwaffe in der kurdischen Provinz Sirnak 36 Schmuggler mit einem Bombenangriff getötet worden waren. Sie legten vor dem Eingang der Botschaft ein schwarz verhüllten Trauerkranz mit der kurdischen Parole „Sehid Namirin“ ab, um an die Ermordeten zu erinnern und die Verantwortlichen für dieses Massaker und den Krieg gegen die kurdische Bevölkerung zu benennen: Die Türkische Republik und ihre Streikräfte. Sie riefen Parolen wie „Stoppt das Massaker in Kurdistan!“, „Deutsche Waffen, Deutsches Geld – Morden mit in aller Welt“ und „Kürdistan fasizme mezar olacak!“. Nach 20 Minuten versuchte die Polizei die nicht angemeldete Kundgebung einzukesseln, was jedoch durch die schnelle Reaktion der TeilnehmerInnen misslang. Festnahmen gab es keine. Für morgen ist um 15 Uhr eine weitere Protestkundgebung zwischen Bundestag und Brandenburger Tor geplant

Freitag | 30 Dezember | 15: 00 Uhr | Alex (Achtung Ort geändert)
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Schlag gegen die Pressefreiheit


Türkische Polizei durchsucht linke Medien. Militär setzt Angriffe auf PKK fort

Die türkische Polizei hat am Dienstag zu einem landesweiten Schlag gegen linke und prokurdische Medien ausgeholt. In sieben Provinzen wurden die Büros der Tageszeitung Özgür Gündem, der Nachrichtenagenturen Dicle und Etkin, Druckereien sowie Privatwohnungen durchsucht. In der durch Erdbeben zerstörten Stadt Van beschlagnahmte die Polizei in einem als Pressebüro dienenden Zelt alle Computerfestplatten. Unter den mindestens 35 Festgenommenen sind zahlreiche Journalisten, darunter auch ein Photograph der Presseagentur AFP sowie eine Reporterin der sozialistischen Tageszeitung BirGün. (mehr…)

Brandanschlag auf linken kurdischen Verein in Berlin

Erklärung des Kurdistan Solidaritätskomitee Berlin

In der Nacht zum 10.12. versuchten Unbekannte den kurdischen Verein Deutsch-Mesopotamisches Bildungszentrum in der Friedrichstrasse in Brand zu setzen. Eine Scheibe wurde zunächst mit einem Steinwurf zerstört. Vermutlich sollte der Brandsatz durch die zerstörte Scheibe den Verein in Brand setzen, er prallte jedoch an der Aussenwand ab und hinterließ lediglich Rußspuren. Polizei und Feuerwehr wurden von einer Anwohnerin gerufen. Das Feuer erlosch von selbst. Der Vereinsvorstand wurde von der Polizei über den Anschlag nicht informiert. Vereinsmitglieder entdeckten den Schaden erst einen Tag später. Mittlerweile wurde Anzeige erstattet. (mehr…)

Pfefferspray gegen Erdbebenopfer


Türkische Regierung nutzt Naturkatastrophe zur Vertreibung rebellischer Kurden

Während weiterhin Nachbeben im Wochentakt die Erdbebenregion im kurdischen Osten der Türkei erschüttern, gleicht Van, das einstmals 600000 Einwohner zählte, inzwischen einer Geisterstadt. Die Mehrheit der Bevölkerung hat die Stadt verlassen und Unterkunft bei Verwandten in anderen Landesteilen gesucht. »Nur noch die Armen, ausländische Helfer und Verrückte wie wir sind geblieben«, berichtet eine Apothekerin gegenüber junge Welt. Diejenigen, die nicht gegangen sind, müssen oft trotz winterlicher Minusgrade in Zelten leben. Mehrere Kinder starben bereits, als die mit Öfen beheizten leichten Sommerzelte Feuer fingen. Winterfeste Zelte werden nur an Anhänger der islamisch-konservativen Regierungspartei AKP vergeben, beklagen Erdbebenopfer und ausländische Beobachter. Diejenigen, die nicht die AKP unterstützen, haben keine andere Wahl, als zu migrieren oder in provisorischen Zelten zu überleben. (mehr…)

PM: Demoratie hinter Gittern


Presseerklärung zum Kampagnenstart von Demokratie hinter Gittern:

Als Reaktion auf die andauernden Massenverhaftungen von prokurdischen PolitikerInnen und AktivistInnen in der Türkei wurde gestern auf einer Veranstaltung der Rosa-Luxemburg-Stiftung der Beginn der Kampagne Demokratie hinter Gittern bekannt gegeben.

Die Kampagne kritisiert die seit Frühjahr 2009 andauernden Massenverhaftungen als demokratiefeindlich. Bis heute kam es zu mehr als 8000 Festnahmen, Tendenz steigend. Täglich kommt es im Schnitt zu acht Festnahmen. Ein Ausmass das es so nur zur Zeit nach dem Militäputsch von 1980 gegeben hat. Im internationalen Vergleich hinsichtlich der Zahl an unter Terrorverdacht Verurteilten belegt die Türkei für den Zeitraum seit 9/11 mit 12000 von weltweit 35 000 Platz eins. Platz zwei belegt China.

Verhaftet werden demokratisch gewählte BürgermeisterInnen, Parlamentsabgeordnete und MitarbeiterInnen der Kommunalverwaltung, ebenso wie JournalistInnen, Anwälte, AkademikerInnen und Aktive aus Gewerkschaften, Menschenrechtsvereinen sowie der Frauen- und Ökologiebewegung. (mehr…)

Kundgebung zum Internationalen Tag der Menschenrechte


Gegen die islamische Republik Iran!
Protest gegen Hinrichtung, Steinigung und systematische Verletzung der Menschenrechte!
Schluss mit Sanktionen und imperialistischen Kriegsdrohungen gegen die Menschen im Iran!

Samstag | 10.12.2011 | 15 Uhr | Am Brandenburger Tor (mehr…)