Zehntausende für Frieden in Kurdistan

Köln: Abgeordnete der BDP verurteilen Offensive des türkischen Militärs

Vor dem Hintergrund eskalierender Kriegshandlungen in Kurdistan kamen am Samstag Kurden aus ganz Europa in Köln zum 19. Internationalen Kurdischen Kulturfestival im Rhein-Energie-Sportstation zusammen. Von den laut der kurdischen Nachrichtenagentur Firat bis zu 50000 Festivalbesuchern wurden zahlreiche Fahnen der in Deutschland verbotenen Arbeiterpartei Kurdistans PKK und ihres inhaftierten Vorsitzenden Abdullah Öcalan geschwenkt. Zum Höhepunkt des Festivals sprach Rebellenkommandant Murat Karayilan in einer Videoliveschaltung vermutlich aus einem Camp in den nordirakischen Kandil-Bergen zu den Festivalteilnehmern. Seit türkische Medien vor drei Wochen die Gefangennahme der »Nummer 2 der PKK« durch iranische Sicherheitskräfte verkündet hatten, hatte man Karayilan nicht mehr in der Öffentlichkeit gesehen. »Seht her, hier bin ich. Revolutionäre können nicht gefangengenommen werden. Das sollt ihr wissen«, erklärte der PKK-Führungsfunktionär.

Die Parlamentsabgeordneten der prokurdischen »Partei für Frieden und Demokratie« (BDP) Sebahat Tuncel, Erol Dora und Ertugrul Kürkcü aus der Türkei verurteilten die jüngsten Angriffe des türkischen und iranischen Militärs in Kurdistan und plädierten für eine politische Lösung durch demokratische Autonomie. Die Föderation Kurdischer Vereine in Deutschland Yek-Kom forderte die Anerkennung der über 800000 in Deutschland lebenden Kurden als eigenständige Migrationsgruppe.

junge Welt 5.9.11


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