Erfolgreicher Aktionstag der Kampagne TATORT Kurdistan

Am gestrigen Weltfriedenstag fanden in 12 deutschen Städten Aktionen der Kampagne TATORT Kurdistan statt, getragen von breiten Bündnissen bestehend aus friedenspolitischen und antifaschistischen Gruppen, Parteien wie DIE LINKE, und kurdischen Vereinen. In Frankfurt, Düsseldorf, Hannover und Kiel beteiligten sich die TATORT Aktivist_innen an den bunten und kraftvollen Antikriegsdemonstrationen.

In Berlin wurde im Rahmen eines kostenlosen OpenAir Konzertes mit Kundgebung gegen deutsche Waffenlieferungen in die Türkei protestiert. Zahlreiche Künstler_innen, darunter der kurdische Rapper Muharrem und der deutschsprachige Raggeasänger Ganjaman unterstützten die Forderung mit ihren musikalischen Beiträgen.

In Hamburg brachen die TATORT Aktivist_innen im Anschluss an die Kundgebung zu einer Hafenrundfahrt unter dem Motto ‚Wasser als Ware, Wasser als Waffe- Rüstungsproduktion im Hamburger Hafen‘ auf. Der Hafen erlangte bereits in 1990er Jahren traurige Berühmtheit, als sämtliche NVA-Rüstungsgeschenke von Hamburg aus in die Türkei verschifft wurden. Bilder von diesen Panzern, die kurze Zeit später Kurd_innen zu Tode schleiften, gingen damals auch in Deutschland durch die Presse. Aufgrund umfassender Proteste am Ort werden bis heute Rüstungsgüter nicht mehr über Hamburg, sondern über Emden verschifft.

In Hamburg, Bremen, Vechta, Wuppertal, Dortmund, Köln, Nürnberg und Erfurt gab es Infotische an zentralen Orten der Innenstadt. Die Organisator_innen stießen damit auf reges Interesse bei der Bevölkerung, insbesondere mit den teils begehbaren Schautafeln zur deutschen Beteiligung am Kriegsgeschehen in Kurdistan. Zu sehen waren dort Bilder und Hintergrundberichte zu deutschen Waffen in der Türkei, deutscher Flüchtlingspolitik ‚Flucht und Asyl‘, Repression gegen kurdische Aktivist_innen hier in Deutschland und deutscher Unterstützung problematischer Energieprojekte wie z.B. der Nabucco Erdgaspipeline.

Kleine Theaterperformances zur Kriegsrealität in Kurdistan fesselten die Aufmerksamkeit der Zuschauer_innen. Das vermeintlich friedliche Deutschland liefert Waffen an die Türkei, mit denen systematisch Menschenrechte verletzt werden. Diesen Zusammenhang hier in Deutschland zu begreifen, ist schwer.

Die Frage, woher die Waffen stammen, die in Kurdistan töten, wird wohl auch die Zuschauer des kurdischen Kinofilms ‚MIN DIT-die Kinder von Diyarbakir‘ begleiten, der im Rahmen des Aktionstages in Karlsruhe und Celle gezeigt wurde.

Mehr Informationen finden Sie auf der Webseite: www.tatort-kurdistan.blog.de

Kampagne TATORT Kurdistan

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Kampagne TATORT Kurdistan

Blog: http://tatort-kurdistan.blog.de

Mail: tatort_kurdistan@aktivix.org


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