Freiheitsfalken warnen vor Türkeiurlaub

Mit einer Warnung an Touristen, nicht in die Türkei zu reisen, hat sich die vor allem in der Westtürkei aktive Stadtguerilla „Freiheitsfalken Kurdistans“ (TAK) mit einer von der kurdischen Agentur Firat veröffentlichten Erklärung nach fast zwei Jahren Ruhe wieder zu Wort gemeldet. „Eure Ferien und eure Unterhaltung bedeuten für das kurdische Volk Kanonen, Kugeln, und Bomben und führen zu Toten. Alle Feriengebiete in der Türkei sind für uns Angriffsziele und Orte der Vergeltung.“ Die TAK bekannte sich gleichzeitig zu einem Anschlag auf einen Polizeibus am 8.Juni n Istanbul, bei dem 15 Beamte verletzt wurden.
Im August 2004 waren die bis dahin unbekannten TAK mit Sprengstoffanschlägen auf zwei Hotels und ein Gaswerk in Istanbul erstmals in Erscheinung getreten und hatten seitdem die Verantwortung für über 120 Anschläge auf Industrieanlagen, staatliche Einrichtungen und touristische Ziele übernommen. Im Juli 2005 starben im Ägäis-Badeort Kusadasi vier Insassen eines Minibusses, darunter ausländische Touristen, durch einen Sprengsatz und im Touristenort Cesme verletzte eine Splitterbombe zwanzig Menschen. Auf ihrer Website behaupteten die TAK, sich aus ehemaligen Mitgliedern der Arbeiterpartei Kurdistans PKK gebildet zu haben, weil ihnen deren auf eine politische Lösung der kurdischen Frage zielende Politik zu gemäßigt sei. Nicht das Töten von Zivilisten sei Ziel ihrer Aktionen, vielmehr sollten die wichtigsten Einnahmequellen des türkischen Staates wie der Tourismus getroffen werden. Während türkische Behörden in der TAK eine PKK-Tarnorganisation sehen, hatte die PKK-Führung wiederholt erklärt, nichts mit der TAK zu tun zu haben und Anschläge auf Zivilisten verurteilt.


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