Zum Waffenstillstand aufgefordert

Iran und Türkei führen Krieg gegen PKK- und PJAK-Rebellen

Wie ein Sprecher der kurdischen Regionalregierung im Irak am Mittwoch mitteilte, hat die Teheraner Regierung nach Konsultationen ein Ende der Angriffe auf den Nordirak zugesagt. Bei Kämpfen mit den aus dem Grenzgebiet operierenden Guerillaverbänden der iranisch-kurdischen Partei für ein Freies Leben in Kurdistan (PJAK) waren iranische Truppen mehrere Kilometer tief in den Nordirak eingedrungen. Auch die iranische Luftwaffe hatte erstmals grenzüberschreitende Angriffe geflogen.

Unterdessen appellierte Murat Karayilan, der Vorsitzende des sowohl die türkische Arbeiterpartei Kurdistans (PKK) als auch die PJAK umfassenden Dachverbandes der Vereinigten Gemeinschaften Kurdistans (KCK), an die PJAK, einen Waffenstillstand zu erklären. Die Kurden dürften sich während des Konflikts um das iranische Atomprogramm nicht von den Großmächten gegen Teheran in Stellung bringen lassen, forderte Karayilan. Für die jüngste Eskalation der Kämpfe sei aber die Islamische Republik verantwortlich. »Der Iran weiß ganz genau: Wenn er ihre Mitglieder hinrichtet, wird die PJAK nicht ruhig bleiben, sondern Vergeltungsaktionen starten.« Vor einem Monat hatte Teheran vier kurdische Aktivisten hinrichten lassen.

Nach der Beendigung des Waffenstillstandes durch die PKK vor einer Woche eskaliert in den kurdischen Landesteilen der Türkei der Krieg. Die PKK meldete am Dienstag den Abschuß eines Kampfhubschraubers im Grenzgebiet zum Irak.

jw 9.6.2010


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