Solidarität mit verhafteten Sozialistinnen und Sozialisten in der Türkei

Am 31.März verhafteten Antiterroreinheiten der türkischen Polizei 20 Mitglieder der „Unabhängigen revolutionären Klassenplattform“ (BDSP) in Ankara, Izmir, Bursa und Samsun. Ihnen wird vorgeworfen, an Protesten gegen die gezielte Ermordung des Kommunisten Alaattin Karadag durch die Polizei im November 2009 in Istanbul teilgenommen zu haben.

Doch der Hauptgrund für die jetzigen Verhaftungen scheint die Solidaritätsarbeit der Sozialistinnen und Sozialisten mit den seit Mitte Dezember 2009 gegen ihre privatisierungsbedingte Entlassung kämpfenden Arbeiterinnen und Arbeitern des staatlichen Tabakmonopols Tekel zu sein. Einen Tag nach der Verhaftung der BDSP-Genossinnen und Genossen wurde am Donnerstag ein eintägiger Sitzstreik der Tekel-Beschäftigten in Ankara von der Regierung für illegal erklärt. Die Polizei griff am Donnerstag und Freitag Tausende Gewerkschafterinnen und Gewerkschafter mit Gasbomben und Knüppeln an.

Die extralegale Hinrichtung von Alaattin Karadag, gegen die die BDSP protestiert hat, war kein Einzelfall. Kurze Zeit später wurde in Diyarbakir der Student Aydın Erdem auf einer Demonstration erschossen. Und gerade erst wurde im kurdischen Ort Caldiran bei Van der 14-jährigen Mehmet Nuri Tamçoban von der Jandarma zuerst angeschossen und dann mit einer Schaufel totgeschlagen.

Das Kurdistan-Solidaritätskomitee verurteilt die Angriffe der türkischen Polizei und Justiz auf Sozialistinnen und Sozialisten, die Gewerkschaftsbewegung und die kurdische Freiheitsbewegung. Wir fordern Freiheit für alle politischen Gefangenen in der Türkei! Schluss mit den staatlichen Morden!

Kurdistan-Solidaritätskomitee Berlin


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