Grüße an die Guerilla

Zehntausende auf kurdischem Kulturfestival in Gelsenkirchen. Für politische Konfliktlösung in Türkei

Unter dem Motto »Freiheit für Abdullah Öcalan – Frieden in Kurdistan« haben zehntausende Kurden aus Deutschland und dem europäischen Ausland am Samstag auf der Gelsenkirchener Trabrennbahn das 17. internationale kurdische Kulturfestival gefeiert. Abgeordnete der im türkischen Parlament vertretenen kurdischen Partei für eine demokratische Gesellschaft (DTP) protestierten gegen die erneuten Verhaftungen von Funktionären der Organisation am Vortag in der Türkei. Sie betonten zugleich ihre Bereitschaft, an einer politischen Lösung der kurdischen Frage mitzuarbeiten. »Die türkische Regierung sollte sich mit der Guerilla an einen Tisch setzen«, forderte auch der Sänger Sivan Perwer.

Ein Höhepunkt des Festes war die Videobotschaft von Murat Karay­lian, einem Funktionär der Arbeiterpartei Kurdistans PKK. Sein Grußwort wurde live aus einem Guerillacamp in den nordirakischen Kandil-Bergen übertragen. Im Anschluß skandierten Tausende der Teilnehmer »Wir grüßen die Guerilla«. Mit der Parole »Waffe des Friedens« auf T-Shirts machten Jugendliche deutlich, daß sie die Guerilla als Sicherheitsgarantie bei den erhofften Verhandlungen betrachten. Für die Partei Die Linke richtete die stellvertretende Parteivorsitzende Ulrike Zerhau ein Grußwort an die Menge.

junge Welt 14.9.09


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